Raufaser Goes Wünnstock 2017

11. Dezember 2017 | L'UniCo Vorstand | Keine Kommentare | Allgemein, ø News von L'UniCo, Raufaser

Auf den ersten Blick bietet das Wünnstock in der Bad Wünnenberger Schützenhalle alles, was man als ordentlicher Metaller braucht: Eine große Theke mit Longdrinkbar, einen Pizza-Stand, den bereits geöffneten Merchandise-Stand und natürlich eine fette Bühne. Die großen Boxen der PA-Anlage lassen auf ordentlichen Sound hoffen und die Lichttrasse ist voll. Die Männer und Frauen vom Wünnstock e.V. haben richtig aufgefahren!

Kurz nach unserem Eintreffen betritt die erste Band des Abends die Bühne: Mötex. Trotz noch relativ leerer Konzerthalle wirken sie motiviert, die trinkenden Leute von der Theke vor die Bühne zu holen. Die beiden ersten Songs hören sich etwas sehr nach Motörhead an (ob der Name da irgendwelche Parallelen erkennen lässt?), was jedoch niemanden zu stören scheint. Stattdessen sieht man einige Motörhead-Shirt tragende Menschen schon fleißig mit dem Kopf nicken. Langsam strömen mehr Menschen in die Halle, was auch Mötex weiter auftauen lässt. Band sowie Publikum haben sichtlich Bock und bringen Bewegung sowie auf als auch vor die Bühne.

Nun sind Agatha Shot an der Reihe. Nachdem der Aufbau der professionellen Bühnendekoration und der Instrumente abgeschlossen ist, kommen die vier Musiker auf die Bühne und versuchten sofort das zunächst zögerliche Publikum in Konzertstimmung zu bringen. Die Mischung aus Rock und Power Metal kommt bei den Zuhörern gut an und die liefert eine professionelle und ambitionierte Live-Performance ab.

Als nächstes sollte nun regulär die Rotterdamer Hardcore-Band „All for nothing“ spielen, die jedoch leider Krankheitsbedingt absagen mussten. Eine würdige Vertretung wurde gefunden: Die Scunks, die erste und einzige Punkband des Abends. Mit den Worten „Wir sind die einzigen heute, die keine Gitarre spielen können“ legen sie los. Mit tiefgründigen aber lustigen Texten auf Deutsch und den ordentlichen Punk-Riffs heizen sie den Leuten gut ein. Sichtlich mit Spaß an der Sache, überträgt sich die gute Laune direkt auf das Publikum und siehe da: Es wird gepogt!
Kurze Zeit später fliegen die ersten Hüllen. Zum Glück ist das kein „Kassierer“-Konzert, sonst wären den T-Shirt noch einige Hosen gefolgt. Trotz einiger Probleme mit dem Drumkit, liefern die Scunks eine eins-a Show ab, bei der einem die Mundwinkel nicht mehr nach unten gehen. Anerkennung durch das Publikum erhalten sie außerdem durch eine Selfie-Attacke, bei der auf einmal eine kleine Menge auf der Bühne steht. Kleine Anmerkung nebenbei: Die Scunks spielen für ne Kiste Bier in deinem Wohnzimmer, wenn du nett fragst!

Als vorletztes baut sich die Münchener Metalcore-Combo Tenside auf. Sie bauen ihre komplett eigene Backline auf, was jedoch dank Gitarrenrack und einem fixen Drummer schnell erledigt ist. Leider dauert der Soundcheck dank des In-Ear-Monitoring der Band dann umso länger.
Als dann endlich ihr atmosphärisches Intro aus der Anlage dröhnt, ist die Halle voll. Die Jungs schaffen mit ihrem Metalcore beim Publikum die Haare kreisen zu lassen und es bildet sich ein großer Moshpit vor der Bühne. Schade nur, dass der Sound trotz teurer Modelling-Verstärker ein großer Brei ist. Außer Becken, der Snare und vereinzelten Synthesizern ist nicht viel herauszuhören, was weniger dem Soundtechniker geschuldet ist, als einem stark verzerrten Bass und zwei extrem verzerrten Gitarren. Das Publikum ist jedoch begeistert, klatscht fleißig mit und reckt die Metal-horns in die Höhe.

Bevor Illdisposed loslegen, strömen schon einige erschöpfte Gestalten aus der Halle. Schade eigentlich, da das Highlight des Abends ja nun erst kommt. Zu Beginn der Show müssen sie mit einigen Soundproblemen kämpfen. Nach dem zweiten Song hatte sich das zum Glück erledigt. Danach rollte die Band über die Leute wie eine Dampfwalze und der Teil des Publikums, der noch fit war ließ sich gerne plätten. Wieder sieht man Haare fliegen und die groovigen Parts laden die Leute zum moshen ein; alles unterstützt durch eine sehr gut eingesetzte Lichtshow.

Mit zufriedenem Blick strömt die Masse aus der Halle und in die Shuttlebusse. Fazit des Wünnstocks: Gut gemischter Metal-Abend mit Headbang-Garantie! Wir freuen uns schon auf’s kommende Jahr!

Über diesen Beitrag

11. Dezember 2017 | L'UniCo Vorstand | Keine Kommentare | Allgemein, ø News von L'UniCo, Raufaser

L'UniCo Vorstand

L'UniCo Vorstand hat vielleicht etwas mit uns zu tun. Mehr will keiner von uns verraten.

Webseite

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.